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Der Beginn im Jahr 1898

Das Gedächtnis der Stadt Tübingen

Der Beginn einer Erfolgspublikation

Im Jahr 1898 beträgt die Gesamtzahl der Studierenden in Tübingen 1257, der Türmer Karl Heinrich Neuheller bewohnt mit seiner Frau Maria Franziska auf dem Stiftskirchenturm eine gemütliche Stube mit Blumen vor den Fenstern und Kaufmann Gunzer hält beim Alpenverein einen Vortrag über seine Besteigung des Mont Blanc.

Die erste Nummer der Tübinger Blätter kostet 60 Pfennig und bleibt thematisch innerhalb der Stadtgrenzen. Als Herausgeber der neuen Schrift zeichnet der einige Jahre zuvor ins Leben gerufene „Bürgerverein“– Vorläufer des Bürger- und Verkehrsvereins Tübingen 1891 e.V. – verantwortlich, dessen Vorsitzender Eugen Nägele als unermüdlicher Förderer und Helfer auf dem Gebiet der Tübinger Heimatpflege und –forschung in die Stadtgeschichte eingeht. 
 

30 Jahre behält Nägele die Schriftleitung der Tübinger Blätter und etabliert eine Chronik, die bis in unser Jahr hinein ihren Titel behalten hat und in ihrer Gesamtheit ein einzigartiges Zeugnis von der Entwicklung der Stadt Tübingen und ihrer Umgebung ablegt. Von 1931 bis heute garantiert der Bürger- und Verkehrsverein Tübingen als Herausgeber das Erscheinen des Jahresmagazins.

Das Gedächtnis der Stadt Tübingen

Kaum eine Jubiläums- oder Festschrift eines Tübinger Vereins, einer Institution oder einer Einrichtung  kommt ohne das gesammelte Wissen der Tübinger Blätter aus. Denn es gibt nur wenige Gegenstände, derer sich das Periodikum seit seinem ersten Erscheinen im Jahre 1898 nicht angenommen hat.

Viele Themen und Aspekte zur Tübinger Lokal- und Baugeschichte, Stadt-, Namens- und  Institutenforschung, zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte wurden während des letzten Jahrhunderts sogar mehrfach beleuchtet und zeigen so retrospektiv Entwicklungen auf, die uns mit dem Wissen um den Ausgang der Geschichte nicht selten ein Lächeln – manchmal ein Kopfschütteln – entlocken.

Freilich haben sich die Tübinger Blätter im Laufe der Jahrzehnte inhaltlich wie formal verändert. Der enge Fokus auf die Stadt wurde erweitert und richtet heute den Blick auf Stadtteile, Nachbargemeinden und den gesamten Landkreis. Das einstmals wissenschaftliche Aufarbeiten von Tübinger Lokalgeschichte hat einem unterhaltsameren Duktus Platz gemacht. Und natürlich haben die Einführung des Vierfarbdrucks in den 60er Jahren, eine zeitgemäße Layout- und Umschlaggestaltung und die reiche Illustration zu einem bunten und ansprechenden Heft beigetragen. Heute begegnen uns die Tübinger Blätter bunt gemischt, mal akademisch, mal eher „populär“, man erfährt Neues und Altes, aber nicht Altbekanntes.

Der Redaktion gehören an: Gabriele Eberle, Reinold Hermanns, Veronika Renkenberger, Sabine Besenfelder und Gerhard Schindler