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Kennen Sie Tübingen? Renaissance in Tübingen – Herkules-Taten und Amalekiterschlacht

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Die Renaissance hat in Tübingen einige beachtliche Zeugnisse hinterlassen. Als Renaissance- und Reformationsprojekt muss die Grablege im Chor der Stiftskirche betrachtet werden. Herausragend sind hier die von Christoph Jelin (1550-1610) geschaffenen Grabmäler des Herzogs Ludwig von Württemberg (1554-1593) und seiner Gemahlin Dorothea Ursula (1559-1483). Sieben meisterlich ausgeführte...

Die Renaissance hat in Tübingen einige beachtliche Zeugnisse hinterlassen. Als Renaissance- und Reformationsprojekt muss die Grablege im Chor der Stiftskirche betrachtet werden. Herausragend sind hier die von Christoph Jelin (1550-1610) geschaffenen Grabmäler des Herzogs Ludwig von Württemberg (1554-1593) und seiner Gemahlin Dorothea Ursula (1559-1483). Sieben meisterlich ausgeführte alttestamentliche Szenen zieren den Unterbau der Grabmalskulptur des Regenten, während der Sarkophag der Herzogin mit typologischen Bildwerken zu Kreuzestod und Auferstehung Christi aufwartet.

Bei dem Rundgang bringt Wolfgang Urban, Professor und Diözesankonservator im Ruhestand, die detailfreudigen Reliefs der Prunksarkophage in der Stiftskirche mittels Großprojektion zur Anschauung. Der Weg führt dann über die Münzgasse mit den Wohnhäusern der vom Renaissancehumanismus getragenen Professoren des 16. Jahrhunderts vorbei am Haus des Astronomen Michael Mästlin (1550-1631), Lehrer Johannes Keplers, zu den Renaissanceportalen von Hohentübingen. Das untere, von Heinrich Schickardt dem Jüngeren entworfene, beeindruckt wiederum durch Christoph Jelins Skulpturen von 1607, während das obere, 1538 vollendete, im Denken von Humanismus und Renaissance einen Zyklus der Taten des Herkules bietet.

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