Den Stiftsstudenten aus dem 19. Jahrhundert, Johann Gottlob Steidele, durch Tübingens Gassen zu begleiten, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Der "knitze" und belesene Student in seinem schwarzen, knielangen Frack schwätzt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist und entführt den Zuhörer dabei in eine andere Zeit. Er erzählt charmant und kurzweilig vom damaligen Leben im Stift und in der Stadt, von seinen Kommilitonen (von denen einige noch berühmt werden sollten) und von der Stadtgeschichte, die er zu jeder Zeit in einen historischen Zusammenhang zu bringen weiß.
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Gôgen und Gelehrte – Führung im historischen Gewand
Rund ums Mordiogässle
Das alte Weingärtnerviertel
Dieser Rundgang führt Sie durch ein unverwechselbares Stück Tübinger Altstadt, durch die sogenannte "Gôgei". Im Gegensatz zur Oberstadt, die geprägt war von der Universität und der städtischen Ehrbarkeit, lebten in der Unterstadt lange Zeit die Weinbauern und Handwerker. Den Unterschied sieht man heute noch in der Architektur und in der Anordnung der Straßen und Plätze. Das alte Weingärtnerviertel hat einen ganz besonderen Charme und auch die berühmten Gôgenwitze werden auf der Führung nicht fehlen.
Poetischer Stadtspaziergang
In Briefen, Gedichten und Prosa ist Tübingen literarisch verewigt worden, haben Dichter die württembergische Geschichte lebendig erhalten und den Zauber der Landschaft beschrieben. Friedrich Hölderlin, die schwäbischen Romantiker Ludwig Uhland und Justinus Kerner sowie Wilhelm Hauff und Eduard Mörike haben in Tübingen gelebt und studiert. Natürlich hat auch Goethe in Tübingen Station gemacht. Und bis heute entsteht in Tübingen Literatur. Auf dieser literarischen Spurensuche, angereichert mit einer Auswahl von Texten, eröffnet sich Ihnen eine besondere, poetische Welt.




